Was Ozense ist – und was nicht

Ozense ist ein Vorgründungs- und Forschungs- und Entwicklungsvorhaben. Es wurde bislang keine projektbezogene Kapitalgesellschaft gegründet; „Ozense Radar Systems“ ist ein Arbeitsname. Die Rechtsform wird erst zu einem förderrechtlich zulässigen Zeitpunkt festgelegt.

Ziel des Vorhabens ist ein pilotfähiger Proof of Concept: ein kosteneffizientes, lokal arbeitendes System, das kleine nicht kooperative Drohnen erkennt, verfolgt und konservativ von Vögeln, anderen Flugobjekten, Clutter und unbekannten Fällen unterscheidet.

Was Ozense heute nicht ist: ein Anbieter mit verfügbaren Produkten, ein Systemhaus mit Referenzinstallationen oder ein Abwehrsystem. Es gibt keinen freigegebenen Produktpreis, keine Serienhardware und keine abgeschlossene Feldvalidierung.

Technischer Gründer

Hakan Özen

M.Sc. Luft- und Raumfahrttechnik (RWTH Aachen) und B.Sc. Maschinenbau (Universität Paderborn). Berufliche Stationen als System Test Engineer bei BITES Defence and Space, als IT-Consultant bei NTT Data Deutschland sowie in wissenschaftsnaher Simulationsarbeit am WZL der RWTH Aachen.

Verantwortet im Vorhaben Radar- und Signalverarbeitung, Tracking und Klassifikation, Edge-Software und technische Architektur sowie Messmethodik und Ground Truth. Der bisherige Ozense-Radar-, Tracking- und Validierungsstack wurde eigenständig aufgebaut.

Geplante Teamstruktur

Für die geplante Förderphase ist ein Dreierteam vorgesehen, das die Bereiche Markt und Vertrieb sowie Hardware und Feldaufbau ergänzt. Diese Besetzungen sind geplant und noch nicht abschließend festgelegt; die betreffenden Personen sind derzeit keine Mitarbeitenden.

Fachlich ist das Vorhaben bewusst als asymmetrisch beschrieben: Radar-Signalverarbeitung, Machine Learning, Edge-Software und Systemintegration hängen stark an einer Person. Ein externer Radar-, HF- oder Messpartner ist deshalb für Reichweitenkalibrierung, Antennen- und RCS-Fragen sowie für unabhängige technische Glaubwürdigkeit ausdrücklich vorgesehen.

Arbeitsweise

Der Anspruch dieses Vorhabens ist weniger, möglichst gute Zahlen zu erzeugen, als möglichst belastbare. Daraus folgen einige feste Regeln:

  • Jede technische Leistungsbehauptung braucht einen reproduzierbaren Evidenzpfad und eine ausgewiesene Aussagegrenze.
  • Entwicklungs-, Validierungs- und unabhängige Holdout-Daten bleiben getrennt.
  • Auswertungsschwellen werden vorregistriert und nach Sichtung eines Holdouts nicht nachjustiert.
  • Markt- und Preisannahmen bleiben als Hypothesen gekennzeichnet, bis Interviews, Angebote oder Verträge sie stützen.
  • Bei Widerspruch zwischen Marketingtext und reproduzierbarer technischer Evidenz gilt die Evidenz.

Diese Website ist daraus abgeleitet. Wo sie eine Grenze nennt, ist das kein Understatement, sondern der tatsächliche Stand. Der vollständige Entwicklungsstand ist hier dokumentiert.

Förder- und Hochschulkontext

Als Förderroute ist das EXIST-Gründungsstipendium vorgesehen, mit der Universität Paderborn beziehungsweise garage33 als Hochschulumfeld. Die Förderphase soll den Übergang vom vorhandenen Radar-Proof-of-Principle zu einem belastbaren Radar-Klassifikations-Proof-of-Concept ermöglichen.

Solange diese Klärung läuft, gelten selbst gesetzte Beschränkungen: keine projektbezogene Kapitalgesellschaft vor dem zulässigen Zeitpunkt, keine bezahlte kundenspezifische Auftragsentwicklung und Forschungspiloten ausschließlich unentgeltlich und nicht exklusiv.

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