01 · Vom Funktionsnachweis zum Pilotbetrieb

Status Leistungsstand
Nachgewiesen Radarbasierte Erfassung und zeitliche Verfolgung bewegter Zielkandidaten unter realen Umgebungsbedingungen.
In Validierung Reichweite, Standortrobustheit, Fehlalarmverhalten und robuste Unterscheidung von Drohnen, Vögeln und Umgebungsstörungen.
Pilotphase Reproduzierbare Standorttests, erweiterte Flächenabdeckung und Integration in bestehende Sicherheitsprozesse.

02 · Wie wir belastbar messen

In der Entwicklung werden Detektion, Tracking und Signalverarbeitung schrittweise unter kontrollierten und realen Bedingungen untersucht. Für die formale Validierung werden Zielereignisse und Referenzdaten unabhängig erhoben und Entwicklungs-, Tuning- und Validierungsdaten getrennt behandelt.

Ein Messwert ist nur dann aussagekräftig, wenn Testaufbau und Bewertung nachvollziehbar sind. Deshalb folgt die Ozense-Validierung vier Grundsätzen:

  • Kriterien vor dem Test. Messkriterien und Auswertelogik werden festgelegt, bevor die Testdaten bewertet werden.
  • Unabhängige Referenz. Zielpositionen und Ereignisse werden mit separat erhobenen Referenzdaten abgeglichen.
  • Getrennte Auswertung. Daten für Entwicklung und Validierung bleiben voneinander getrennt.
  • Reproduzierbare Ergebnisse. Rohdaten, Software- und Konfigurationsstand werden so dokumentiert, dass eine Auswertung wiederholt werden kann.

Detektion, Tracking, Zielbewertung und Fehlalarme werden einzeln betrachtet. So bleibt sichtbar, an welcher Stelle ein System zuverlässig arbeitet und wo weitere Entwicklung notwendig ist.

Mehr zur Methodik steht unter Drohnendetektion messen.

03 · Leistung ist standortbezogen

Die Leistungsfähigkeit eines Radars hängt nicht von einem einzelnen Datenblattwert ab. Zielgröße, Flugprofil, Montage, Vegetation, Bebauung, Wetter und Systemkonfiguration wirken gemeinsam auf Detektion und Tracking.

Die Detektionsleistung hängt unter anderem von Zielgröße, Radarquerschnitt, Geometrie, Umgebung und Sensorkonfiguration ab und wird unter realen Standortbedingungen validiert. Die geplante Validierung orientiert sich methodisch unter anderem an CWA 18150:2024, einem CEN Workshop Agreement zur Leistungsbewertung von Counter-UAS-Systemen.

Ozense bewertet Leistung deshalb anhand definierter Szenarien und realer Standortbedingungen. Quantitative Ergebnisse werden erst dann als belastbare Leistungswerte kommuniziert, wenn Testbedingungen und Auswertung eindeutig zugeordnet und reproduzierbar sind.

04 · Entwicklungsstand der Systemfunktionen

Systemfunktion Stand Nächster Nachweis
Radarerfassung und Tracking Nachgewiesen Übertragbarkeit auf weitere Standorte und Szenarien
Drohne, Vogel und Umgebungsstörung In Validierung Robuste Bewertung über unterschiedliche Standorte hinweg
Fehlalarm-, Wetter- und Standortverhalten In Validierung Längere Messreihen unter wechselnden Bedingungen
PTZ-Cueing und VMS-Integration Pilotphase End-to-end-Nachweis im Sicherheitsprozess eines Standorts
Pilotfähiger Sensorknoten Pilotphase Aufbau, Integration und standortbezogene Erprobung

Ozense befindet sich in der Vorgründungs- und Entwicklungsphase. Ein serienreifes oder bestellbares Produkt besteht derzeit nicht.

05 · Systemumfang und Verantwortung

  • Radarbasierte Erkennung. Ozense erfasst und verfolgt Zielkandidaten unabhängig von sichtbarem Licht und einer Funkverbindung zur Drohne.
  • Konservative Bewertung. Ist die Datenlage nicht eindeutig, bleibt ein Ereignis ausdrücklich unbestimmt, statt eine Klasse zu erzwingen.
  • Lokale Verarbeitung. Die Auswertung erfolgt am Standort; eine bestehende Kamera soll nur bei relevanten Ereignissen angesteuert werden.
  • Standortbezogene Integration. Schnittstellen, Reaktionswege und Bewertungskriterien werden für den jeweiligen Pilotstandort festgelegt.
  • Keine aktive Abwehr. Ozense erkennt, bewertet, dokumentiert und meldet. Neutralisierung ist nicht Teil des Systems.
  • Betrieb im jeweiligen Rechtsrahmen. Frequenznutzung, Datenschutz und standortspezifische Anforderungen werden vor einem Pilotbetrieb gesondert geprüft.

Pilotprojekt für Ihren Standort prüfen.

Gemeinsam definieren wir Einsatzszenario, relevante Zieltypen und messbare Kriterien für einen standortbezogenen Pilotversuch.

Pilotprojekt anfragen

Häufige Fragen

Welche Reichweite hat Ozense aktuell tatsächlich nachgewiesen?

Ozense hat die radarbasierte Erfassung und zeitliche Verfolgung kleiner bewegter Zielkandidaten unter realen Umgebungsbedingungen nachgewiesen. Reichweite ist jedoch kein einzelner, übertragbarer Wert: Zielgröße, Flugprofil, Standort, Montage und Systemkonfiguration wirken zusammen. Belastbare Reichweitenwerte für einen Pilotbetrieb werden deshalb unter klar definierten und reproduzierbaren Standortbedingungen ermittelt.

Ist Ozense bereits ein einsatzbereites Produkt?

Nein. Ozense ist ein Vorgründungs- sowie Forschungs- und Entwicklungsvorhaben. Es gibt kein bestellbares Produkt, keinen freigegebenen Preis, keine Serienhardware und keine abgeschlossene Feldvalidierung. Ziel der geplanten Förderphase ist ein pilotfähiger Proof of Concept.

Kann Radar Drohnen von Vögeln unterscheiden?

Ja, das ist der etablierte Weg. Rotierende Propeller und schlagende Flügel erzeugen deutlich unterschiedliche Micro-Doppler-Signaturen, und auch die Schwankung des Radarquerschnitts unterscheidet sich systematisch. Ozense wertet diese Merkmale zusammen mit Track- und Zeitmerkmalen aus. Die eigentliche Arbeit liegt darin, dass die Unterscheidung über verschiedene Standorte und Clutter-Bedingungen hinweg stabil bleibt — genau daran arbeitet die laufende Feldvalidierung.

Alle Antworten: FAQ